Wo ist der nächste Geldautomat? Wie komme ich zur neuen Wohnung eines Bekannten? Mysterien des Alltags, die mitunter im frustrierten Umherirren enden. Zumindest war das früher so. Durch den Siegeszug immer leistungsfähigerer Handys und Smartphones – wie etwa Apples iPhone oder den Blackberry-Geräten von RIM – wurden auch sogenannte Location Based Services (Ortsbasierte Dienste) für viele Menschen nutzbar.
Kern dieser Dienste ist – der Name lässt es vermuten – die aktuelle Position des Handynutzers. Die meisten modernen Handys können die Position über eingebaute GPS-Empfänger oder die Entfernung zu umliegenden Sendemasten ermitteln. Diese Information kann auf verschiedenste Art und Weise genutzt werden.
Ein einfaches und bekanntes Beispiel wäre Google Maps for Mobile, das auf nahezu allen aktuellen Mobiltelefonen läuft. Um etwa den erwähnten Geldautomaten oder die Wohnung des Bekannten zu finden, muss nur „Geldautomat“ bzw. die Adresse eingetippt werden und Google Maps zeigt den nächsten Geldautomaten oder die Wegbeschreibung zur gesuchten Wohnung.
Für lokale Unternehmen wie Restaurants oder Läden bietet Google Maps also eine einfache und effektive Möglichkeit neue Kunden zu gewinnen. Aber Location Based Sercives können noch viel mehr:
Wenn Restaurantbetreiber X ein neues Restaurant eröffnet und neue Kunden mit Eröffnungsangeboten oder speziellen Coupon gewinnen will, kann er dies mit einer Mischung aus SMS und LBS machen. Vorausgesetzt der Handynutzer hat sich für den SMS-Service registriert, kann der Restaurantbetreiber automatisch generierte Rabattcodes per SMS versenden lassen, sobald der potentielle Kunde in der Nähe ist.
Auf der diesjährigen SES in Berlin wird Christian Vollmert, Geschäftsführer von luna-park, anhand von Praxisbeispielen erläutern was noch mit Location Based Services möglich ist, in welche Richtung der Markt im nächsten Jahr steuern wird und was LBS für das Marketing bedeutet.